Gedenken an die Opfer der Massenhinrichtung von Polen am 11. November 1939 im Wald von Piaśnica

Am Vorabend des Nationalfeiertags der Unabhängigkeit würdigte die Leiterin des Piaśnica-Museums, Dr. Magdalena Sacha, zusammen mit ihren MitarbeiterInnen die Opfer der NS-Massenhinrichtung von Polen am 11. November 1939 im Piaśnica-Wald. Unter dem Denkmal zum 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens am Piaśnicka-Tor auf dem Piaśnica-Opferplatz in Wejherowo wurden Kerzen in den Nationalfarben angezündet.
Aus der Nachkriegsrekonstruktion des NS-Verbrechens von Piaśnica wissen wir, dass die Deutschen am polnischen Unabhängigkeitstag, dem 11. November 1939, vorsätzlich die größte Hinrichtung im Wald von Piaśnica durchgeführt haben. An diesem Tag erschossen sie etwa 350 Polen und Polinnen aus Gdynia, Wejherowo, Puck und vielen umliegenden Ortschaften. Es ist bekannt, dass die Opfer vor der Hinrichtung gezwungen wurden, sich bis auf die Unterwäsche auszuziehen. Männer, Frauen und Kinder wurden getrennt. Sie wurden einzeln und gemeinsam erschossen, in einiger Entfernung von den ausgehobenen Gräbern, sowie in stehender oder kniender Position direkt über dem Grab. Einige der Opfer, darunter insbesondere Geistliche, wurden vor ihrer Ermordung gefoltert und beleidigt. An diesem Tag starben unter anderem die Schwestern Stanisława und Kazimiera Panek sowie Alicja Kotowska – die Ordensschwester der Kongregation der Schwestern vom Auferstandenen Herrn, Oberin des Ordenshauses in Wejherowo und gleichzeitig Direktorin der Mädchenschule. Im Jahr 1999 sprach Papst Johannes Paul II. sie zusammen mit 107 polnischen MärtyrerInnen des Zweiten Weltkriegs selig. Heute ist die selige Alicja Kotowska die Patronin des Heiligtums in Piaśnica.
Besuchen Sie das Piaśnica-Museum
in Wejherowo
Sehen Sie sich das gesamte Angebot
des Museums an.





