Zum Hauptinhalt springen

10-jähriges Jubiläum des Piaśnica-Museums in Wejherowo

10-jähriges Jubiläum des Piaśnica-Museums in Wejherowo

Am 16. Dezember 2025 feiert das Piaśnica-Museum in Wejherowo sein 10-jähriges Bestehen. Die Einrichtung wurde am 16. Dezember 2015 als Zweigstelle des Museums Stutthof in Sztutowo – dem deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager 1939-1945 – gegründet. Die Mission des Museums ist es, das Wissen über das Martyrium des NS-Verbrechens von Piaśnica im Zusammenhang mit dem NS-Verbrechen in Pommerellen zu verbreiten. Das Museum pflegt die Erinnerung an das Leben der Opfer und zeigt die Täter auf. Es dient der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft, indem es Zeugnisse der tragischen Vergangenheit bewahrt und den heutigen und immer jünger werdenden Generationen präsentiert.

Die Renovierungs- und Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Gebäudes dauerten bis Dezember 2022. Im August 2023 wurden die Arbeiten bei der Installation der Dauerausstellung abgeschlossen, die von der Firma Group AV aus Warschau durchgeführt wurden. Die Gesamtkosten für beide Aufgaben beliefen sich auf ca. 26 Millionen Zloty. Die gesamte Ausstellungsfläche des Museums beträgt 270 m². Zu den Vorzügen des Piaśnica- Museums zählen die reichhaltige Ausstattung der Ausstellung mit dreisprachigen Multimedia- Elementen, ein umfassendes Sicherheitsüberwachungssystem und ab 2025 auch ein digitaler Audioguide für Einzelbesucher:Innen in polnischer, englischer und deutscher Sprache sowie in polnischer Gebärdensprache. Das Erdgeschoss des Gebäudes und der Gedenkgarten sind für Menschen mit Behinderungen vollständig zugänglich. Von Dezember 2015 bis Ende September 2024 war Teresa Patsidis stellvertretende Direktorin des Museums Stutthof für das Museum Piaśnica.

Die Initiative zur Gründung des Piaśnica-Museums wurde vom Verein „Rodzina Piaśnicka” (Familie Piaśnica) in Wejherowo ins Leben gerufen, der am 20. Juni 2012 einen entsprechenden Antrag beim Minister für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen stellte. Einige Monate zuvor, im Jahr 2011, hatte der Verein „Rodzina Piaśnicka” erreicht, dass die Ermittlungen zu den Verbrechen im Wald von Piaśnica durch die Abteilung der Kommission zur Verfolgung von Verbrechen gegen das polnische Volk des Instituts für Nationales Gedenken in Danzig wieder aufgenommen wurden. Ebenfalls im Jahr 2011 begann der Verein auf dem Grunwaldzki-Platz vor dem zukünftigen Museum mit dem Bau des monumentalen Denkmals-Mausoleums „Brama Piaśnicka” (Piaśnica-Tor), dessen feierliche Einweihung am 19. April 2012 stattfand.

Als Sitz des Museums wurde das historische Gebäude der Villa von Dr. Franciszek Panek ausgewählt, deren Erben – Frau Zofia und Krzysztof Ostrowski – dem Pfarrer Daniel Nowak, dem Pfarrer der Pfarrei Christus König und der seligen Alicja Kotowska in Wejherowo, dem Kaplan des Vereins und Kustos des Heiligtums von Piaśnica, ihre Bereitschaft erklärten, dieses historische Haus für die Zwecke einer Museumseinrichtung zu nutzen, die mit dem Martyrium von Piaśnica in Verbindung steht. Während des Zweiten Weltkriegs richteten die Deutschen in der besetzten Villa der Familie Pank eine Kreisstelle der Gestapo und des Selbstschutzes sowie das lokale Hauptquartier der verbrecherischen Vernichtungsaktion ein, während die beiden Töchter von Dr. Panek – Lehrerinnen Kazimiera und Stanisława – im Wald von Piaśnica ermordet wurden. Am 23. Dezember 2015 kaufte das Stutthof-Museum in Sztutowo die Villa für 2,4 Millionen Zloty für die Bedürfnisse des künftigen Piaśnica-Museums.

Das Museum ist ein Mitveranstalter der wichtigsten religiösen und patriotischen Feierlichkeiten im Piaśnica-Wald, des Nationalen Gedenktages für die Opfer der deutschen Verbrechen in Pommern 1939, des Gedenktages für die Opfer der Vernichtung von Menschen mit psychischen Störungen im besetzten Polen während des Zweiten Weltkriegs, der Europäischen Nacht der Museen, den „Tagen von Piaśnica der Gemeinde Wejherowo” sowie auch der Aktion „Lass die Erinnerung nicht zuwuchsen – säubere das Grab nebenan” und des landesweiten Schuldichtung-Wettbewerbs „Piaśnica – Kultur des Ortes”.

Das Museum bietet Ausstellungen im Erdgeschoss an, die ohne Altersbeschränkung zugänglich sind: Der Aufbau der Zweiten Republik, Die Geschichte des Küstenkreises, Das Schicksal der Familie Panek, Menschen der polnischen Staatlichkeit in Pommern – Opfer des Waldes von Piaśnica. Im Kellerbereich, der für Besucher:Innen über 13 Jahren zugänglich ist, werden in neun Räumen die Motiven und Geschichte des NS-Verbrechens von Piaśnica, seine Opfer und Täter sowie Gedenkstätten präsentiert. Vor dem Museumsgebäude erstreckt sich der Gedenkgarten mit einer Dauerausstellung zum Thema „Zwischenkriegszeit”.

In zwei Kinosälen können Sie historische Lehrfilme, Dokumentar- und Spielfilme sehen: Die Zweite Republik Polen im Aufbau, Die Geburt des Bösen, Die Verteidigung der Küste, Die Postboten, Schwester Alicja Kotowska, Dr. Józef Bednarz, Pelplin, Szpęgawsk Teil 1, Szpęgawsk Teil 2, Kocborowo – die Vernichtung psychisch Kranken sowie die Filme Piaśnica in polnischer und englischer Sprache.

Das Museum führt Museumsunterricht für verschiedene Altersgruppen durch: Polnisches Pommern in der Zwischenkriegszeit, Die Zweite Republik im Aufbau und Der Mechanismus des Verbrechens. Aus den Beständen des Museums werden auch temporäre Ausstellungen zugänglich gemacht: Das Museum von Piaśnica, Gedanken aus Piaśnica, Tod für die Unabhängigkeit, Adam Kozłowski – Staatsanwalt im Dienste der Zweiten Republik, Wilhelm Tyszkowski (1878-1939) Lehrer und Künstler im Dienste der Unabhängigkeit und Kazimierz Bieliński (1897-1939) Begründer der Energiewirtschaft in Gdynia.

Im Jahr 2025 ging das Museum als Fördermitglied eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein „Rodzina Piaśnicka” (Familie Piaśnica) in Wejherowo ein und berief den Förderverein des Piaśnica-Museums ein. Im sogenannten „Klubraum” im Erdgeschoss laufen derzeit Arbeiten zur Einrichtung der öffentlichen Piaśnica-Lesesaal.

In den letzten zehn Jahren arbeiteten insgesamt 37 Personen im Museum. Derzeit besteht das Team aus:

  • Abteilungsleiterin Dr. Magdalena Sacha,
  • Verwaltungsspezialistin Katarzyna Bieszke,
  • Kustos Maciej Kurpiewski,
  • Adjunkt Dariusz Bąkowski,
  • Adjunkt Lucyna Kurpiewska,
  • Adjunkt Mirosław Lademann,
  • Hauptspezialist für Verwaltung und Technik Stanisław Skierka,
  • Technischer Spezialist Janusz Kalkowski,
  • Sozialarbeiterin Karolina Sulima.

Die Social-Media- und Website-Administratorin des Museums ist Nina Herzberg-Zielezińska, der Internet-Techniker Łukasz Bark. Die rund um die Uhr stattfindende Überwachung der Museumsgebäude wird von Mitarbeitern der Sicherheitsfirma Semerling Security durchgeführt.

Das Museum Piaśnica heißt alle Gäste und Besucher – einzeln und in Gruppen – von Dienstag bis Sonntag willkommen: im Sommer von April bis November von 10.00 bis 18.00 Uhr und im Winter vom 12. November bis zum 31. März von 10.00 bis 16.00 Uhr (mittwochs von 10.00 bis 18.00 Uhr).

Gruppenbesuche können telefonisch unter +48 (58) 736-11-26 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. vereinbart werden. Der Eintritt ins Museum ist für alle kostenlos.

Besuchen Sie das Piaśnica-Museum
in Wejherowo

Sehen Sie sich das gesamte Angebot
des Museums an.