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Ausstellungen des Piaśnica-Museums in Wejherowo

Unsere Ausstellungen führen die Besucher:Innen durch die Geschichte des NS-Verbrechens von Piaśnica und zeigen den weiteren Kontext des sozialen, kulturellen und nationalen Lebens in Pommerellen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellungen präsentieren sowohl das Schicksal der Opfer und ihrer Familien als auch Dokumente, Fotografien, Erinnerungen und Artefakte, die es ermöglichen, die Tragödie jener Tage zu verstehen. Darunter befinden sich auch Geschichten über den Alltag der Bewohner:Innen der Region, über die verlorene Welt des Vorkriegs-Wejherowo und über den schwierigen Weg zum offiziellen Gedenken nach dem Zweiten Weltkrieg.

Schauen Sie sich unsere Ausstellungen an

Verfügbare Ausstellungen im Piaśnica-
Museum

wejście do Muzeum Piaśnickiego w Wejherowie

Die Dauerausstellung des Piaśnica-Museums besteht aus zwei Teilen.

Der erste Teil befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes. Er befasst sich mit der Geschichte der Zwischenkriegszeit, dem Aufbau der Zweiten Republik Polens nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit, der Geschichte des Meereskreises (Wejherowo-Puck), dem Schicksal der Familie Panek und den Menschen, die nach 1920 die polnische Staatlichkeit in Pommerellen aufbauten. Dieser Teil der Ausstellung ist ohne Altersbeschränkung zugänglich.

Der zweite Teil der Ausstellung befindet sich im Keller des Gebäudes. In neun Räumen wird die Geschichte des Massakers von Piaśnica, die Opfer dieses Verbrechens und seine Täter vorgestellt. Dieser Teil der Ausstellung kann von Schülern und Schülerinnen ab 13 Jahren, d. h. Schülern und Schülerinnen der 7. Klasse der Grundschule und älter, besucht werden.

Zusätzlich zeigt eine Außenausstellung an der Mauer, die den Garten umgibt, Ereignisse und Menschen der Zwischenkriegszeit anhand von Artikeln und Fotos aus der polnischen Presse Pommerellens.

Zusätzliches Angebot des Museums

Filme

Als Ergänzung zum Museumsbesuch und zu den Bildungsaktivitäten empfehlen wir Ihnen, sich mit dem Angebot an Lehrfilmen vertraut zu machen. Das Museum verfügt über zwei unterschiedlich große Bildungs- und Vorführräume (für 30 und 12 Personen). Es ist auch möglich, Filme im sogenannten Klubcafé (für 20 Personen) zu zeigen.

Unser Bildungsangebot umfasst folgende Filme:

kadr z filmu "Piaśnica"

„Piaśnica”: verfügbar in Englisch und Polnisch.

Dauer: ca. 55 Minuten.

Der Film kann in zwei Teilen gezeigt werden. Der erste Teil kann ohne Altersbeschränkung gezeigt werden. Er zeigt den Aufbau des polnischen Staates in Pommerellen nach 1920 und die Probleme der Integration Pommerellens mit dem Zentralpolen. Der Film behandelt die deutsch-polnischen Beziehungen unter Berücksichtigung der Rolle der deutschen Minderheit in Pommerellen, den Ausbruch des Zweiten Krieges und die Situation in Pommerellen danach. In der zweiteiligen Version ist dies der erste Teil des Films.

Im weiteren Verlauf des Films werden die NS-Verbrechen in Piaśnica-Wäldern, die Exhumierungen der Opfer nach dem Kriegsende und der Prozess gegen Albert Forster gezeigt.

kadr z filmu "Bednarz"

„Bednarz” (nur Polnische Version)

Dauer: ca. 7 minut Minuten.

Der Film zeigt das Leben und Wirken von Józef Bednarz, Psychiater und Direktor der Psychiatrischen Klinik in Świecie (Schwetz), der im Herbst 1939 zusammen mit seinen Patienten bei einer Massenhinrichtung im Dorf Mniszek von den Deutschen ermordet wurde. Dr. Bednarz wird als „Korczak von Pommerellen” bezeichnet, weil er seine Patienten nicht im Stich gelassen hat und mit ihnen zusammen ums Leben kam.

„Szpęgawsk” (nur Polnische Version)

Dauer: ca. 31 Minuten.

Der Film zeigt das deutsche Verbrechen im Wald von Szpęgawsk bei Starogard Gdański (Preußisch Stargard) im Herbst 1939.

„Szpęgawsk. Część 2 Kocborowo” (nur Polnische Version)

Dauer: ca. 30 Minuten.

Der Film zeigt die Vernichtung der Patienten der Staatlichen Psychiatrischen Klinik in Kocborowo (Konradstein). Sie wurden von den Deutschen im Wald von Szpęgawsk im Rahmen der Aktion T4 – der Vernichtung unheilbar kranker Menschen – ermordet.

„Pelplin” (nur Polnische Version)

Dauer: ca. 30 Minuten.

Der Film zeigt das Verbrechen der Deutschen an den katholischen Geistlichen der Diözese Chełmno im Herbst 1939.

„Pocztowcy” („Die Postbeamten”, nur Polnische Version)

Dauer: ca. 8 Minuten.

Der Film erzählt die Geschichte der Polnischen Post in Danzig in der Zwischenkriegszeit und ihre heldenhafte Verteidigung gegen die Deutschen am 1. September 1939.

„Antoni Abraham” (nur Polnische Version)

Dauer: ca. 20 Minuten.

Zeigt das Leben und Wirken des kaschubischen Aktivisten Antoni Abraham (1869-1923).